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Fenster in der Dreieinigkeitskirche

Schöpfung

Schöpfung

Der blaue Strom des göttlichen Wesens schließt die geschaffene Welt ein. Noch ist sie umgeben von dem hellen Glanz der göttlichen Herrlichkeit, obwohl diese schon gebrochen erscheint. Adam und Eva im Mittelpunkt des Medaillons sind bereits umzingelt von der Bedrohung durch das Böse. Die Schlange als Sinnbild des gegen Gott gerichteten Bösen erhebt schon züngelnd ihren Kopf. Noch ist die Schöpfung heil, (goldgelber Hintergrund!) aber das Verderben steht unmittelbar bevor; ein Verderben, das nicht ohne Schuld des Menschen hereinbrechen wird - und doch wird auch die "gefallene Welt" nicht aus dem Wirkungsbereich Gottes, ihres Schöpfers herausfallen können.

 

Pfingsten

Pfingsten

Das Dunkel der Welt - erkennbar an den geballten Gewitterwolken - wird durchbrochen durch den Lichtkegel des Heiligen Geistes. Er geht vom Himmel aus und sprengt förmlich den Rahmen, in dem die Menschen gefangen erscheinen. Die sieben Flammen - Symbol des Hl. Geistes, wie es schon in der Altarwand erscheint - erreichen schließlich die Menschen. Sie kommen, wie die Pfingstgeschichte berichtet, aus allen Völkern, Rassen und Ländern, sind aber unter der Wirkung des göttlichen Geistes zu Brüdern und Schwestern geworden und gleichen sich deshalb schon äußerlich. Die Strahlen des Heiligen Geistes machen jedoch nicht bei den Menschen halt, sondern berühren auch noch die düstere Schöpfung und erhellen sie. Die Neuschaffung der Welt (Offenbarung 21!) ist damit bereits eingeleitet.

 

Beide Fenster entworfen und gestaltet von dem Bildhauer und Maler Helmut Ammann, München.