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Neuigkeiten

27.Grenzsteinfest Sennfeld-Gochsheim

Erstelldatum17.09.2026

Das Fest lockte sehr viele Gäste auf die Grenzsteinwiese

Grenzen trennen, verbinden aber auch. Die ehemaligen freien Reichsdörfer pflegen ihre Gemeinsamkeiten und einen gesunden Wettbewerb.

Sie kamen zu Fuß, mit Fahrrad, Auto oder Rikscha und füllten die auf der Grenzsteinwiese aufgebauten Bänke. Sonnen- und Regenschutz war diesmal nicht notwendig beim 27.Grenzsteinfest, das vom Heimatkundlichen Arbeitskreis für die beiden Gemeinden Gochsheim und Sennfeld ausgerichtet wurde. Die Bauhöfe hatten alles vorbereitet, die Jungen Sennfelder eröffneten das Fest musikalisch, bevor Sennfelds Bürgermeister Oliver Schulze alle willkommen hieß. Nur kurz erinnerte er an den historischen Hintergrund er wiedererlangten Reichsfreiheit im Jahr 1649. Ausführlicher würdigte er die Bedeutung von Grenzen: trennen, aber auch verbinden, sich begegnen, sich sicher fühlen, dem Nachbar vertrauen, in diesem Jahr sogar trauen (Schulze war der Standesbeamte bei der Heirat von Nina Bauer und Gochsheims Bürgermeister Manuel Kneuer.) Sein Dank galt dem veranstaltenden Heimatkundlichen Arbeitskreis, den beiden Bauhöfen, den Musikern und natürlich den Planpaaren beider Gemeinden, welche die Verschnaufpause zwischen Kirch- und Nachkirchweih genossen. Als Gochsheimer Amtskollege und Stellvertretender Landrat bestätigte Manuel Kneuer, dass diese Grenze Menschen zusammenbringt, bereits zum 27.Mal, seitdem die beiden früheren Bürgermeister Walter Korn und Emil Heinemann zum 350.Friedensfest einen Gedenkstein an der Verbindungsstraße zwischen beiden Reichsdörfern gesetzt haben. Der damals gepflanzte Kastanienbaum musste bereits zweimal ersetzt werden, da Vandalismus die Vorgänger zunichte machte.

Beide Bürgermeister betonten, dass Tradition davon lebt, dass Menschen sie weitertragen. Mit einem Seitblick auf das Wahlergebnis vom Wochenende sagte Kneuer: Gelebte Gemeinschaft ist wichtiger denn je. Es gibt mehr Verbindendes als Trennendes, im kommunalen Bereich, aber auch auf höheren Ebenen.

Nach den beiden Ansprachen tanzten zunächst die Gochsheimer, danach die Sennfelder Planpaare neben dem Grenzstein, während die Jungen Sennfelder sie musikalisch begleiteten.

Zum Abschluss der fast fünfstündigen Festveranstaltung wurden unter den Anwesenden die ausgelobten Preise verlost, darunter ein Freiflug über die beiden Gemeinden. Und am nächsten Wochenende erwartet die Nachkirchweih die Kirchweihakteure der beiden Gemeinden.