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Zeittafel

1094 Erste urkundliche Erwähnung von Sennfeld. Kaiser Heinrich IV. bestätigt dem Kloster Theres Schenkungen von Botho von Kärnten und seiner Frau Judith, Markgräfin von Schweinfurt, u. a. auch in Sendelvelt.
1282 Erste urkundliche Erwähnung einer Reichsvogtei in Schweinfurt, zu der bereits die beiden Dörfer Sennfeld und Gochsheim gehören.
1298 Die Würzburger Bischöfe besitzen als Herzöge von Franken die hohe Gerichtsbarkeit über Sennfeld. Zudem sind sie auch Besitzer des großen und kleinen Zehnts in dem Dorf.
1304/05 König Albrecht verpfändet dem Hochstift Würzburg die Schweinfurter Reichsvogtei mit den beiden Dörfern Sennfeld und Gochsheim. Diese Pfandschaft wechselt 1309 an die Grafen von Henneberg.
1317 In einem Henneberger Urbar (Grundbuch) wird berichtet, dass in Sennfeld ein „Gericht des Reichs wegen“ besteht. Sennfeld kann daher spätestens von diesem Zeitpunkt an als Reichsdorf bezeichnet werden.
1386 Die Reichsstadt Schweinfurt kann sich und die Dörfer Sennfeld und Gochsheim aus eigenen Mitteln wieder aus der Pfandschaft befreien.
1388 Krieg zwischen den süddeutschen Fürsten und den Reichsstädten. Schweinfurt wird im August 1388 durch den Würzburger Bischof Gerhard von Schwarzberg und den Grafen von Henneberg belagert. Dabei ist auch in Sennfeld gebrandschatzt und geplündert worden, wodurch das Dorf fast vollständig zerstört wurde.
1393 Stiftung einer Frühmesse in der Sennfelder St. Erhards- Kapelle.
1540 In Sennfeld wird die Reformation durchgeführt. Die Pfarrei löst sich von ihrer Mutterkirche in Gochsheim und wird selbstständig. Peter Körner aus Dettelbach ist der erste urkundlich belegbare evangelisch-lutherische Pfarrer in Sennfeld.
1542 In einem Salbuch des Hochstifts Würzburg wird das Sennfelder Rathaus zum ersten Mal urkundlich als „Gemeindehaus“ erwähnt. Es befindet sich „am Plan, rechts von der Kirche“.
1543 In diesem Jahr wird die älteste Sennfelder Dorfordnung geschrieben. Sie besteht aus 11 Artikeln.
1553/54 Markgräfler Krieg. Die Truppen Wilhelm von Grumbachs überfallen das Hochstift Würzburg, nehmen in Schweinfurt Quartier und verwüsten von dort aus die umliegenden Dörfer. Die Sennfelder müssen ihren Viehbestand und ihre Getreidevorräte nach Schweinfurt abliefern. Zudem werden alle Gebäude, die den gegnerischen Soldaten als Lager dienen können, verbrannt.
1575 Die Reichsdörfer Sennfeld und Gochsheim fallen unter die Schutz- und Schirmherrschaft des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter. In der Folgezeit kommt es zu endlosen und kostspieligen Prozessen und schweren Konflikten zwischen ihm und den Reichsdörfern, da der Fürstbischof entgegen seinen vertraglichen Verpflichtungen die Reichs- und Religionsfreiheit beider Dörfer nicht anerkennen will.
1588 Erste urkundliche Erwähnung eines Schulgebäudes im Reichsdorf Sennfeld. Es befand sich im Haus Nr. 22 am Plan.
1635 In einem Lehenbrief beschenkt Kaiser Ferdinand II. den Würzburger Fürstbischof Franz Graf von Hatzfeld mit den beiden Reichsdörfern Sennfeld und Gochsheim, was den Verlust der Reichsfreiheit für beide bedeutet.
1648 Im Januar zerstören an die 100 schwedische Soldaten bis auf drei Häuser alle Gebäude in Sennfeld, um eine Verschanzung gegnerischer Truppen zu verhindern. Nur bloße Wände und Steinhaufen bleiben übrig.
1649 Am 23. Januar wählen 29 übriggebliebene Ortsnachbarn mit Martin Hoffmann ihren neuen Schultheiß. Eine Restitutionskommission in Schweinfurt gibt am 14. August Sennfeld und Schweinfurt die Reichsfreiheit zurück. Aus dieser Zeit stammt der Plantanz zur Kirchweihzeit, der als Symbol der wiedererhaltenen Reichsfreiheit gilt.
1705 Einweihung der neuen evangelisch-lutherischen Dreieinigkeitskirche am 1. Januar.
1802 Sennfeld verliert seine Reichsfreiheit, kommt an das Königreich Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und mit diesem 1814 endgültig wieder an Bayern.
1809 Dr. Elias Schmidt entdeckt die Heilkraft der Mineralquellen bei der Weiherleins-Mühle und lässt die 14 Quellen in ein Bassin einfassen. Es beginnt ein Kur- und Badebetrieb.
1839 Einweihung eines neuen Friedhofes am 28. Dezember auf der Anhöhe südlich des Dorfes. Der alte Gottesacker um die Kirche wird nicht mehr verwendet.
1850 Auf Anregung des Sennfelder Pfarrers Christian Heinrich Sixt wird in Sennfeld als einer der ersten Gemeinden in Bayern ein Kindergarten errichtet.
1861 Bootsunglück auf dem Sennfelder See am 31. Januar. Es ertrinken 21 Ortseinwohner.
1878/79 Erbauung der Ludwigsbrücke über den Abfluss des Sennfelder Sees zum Saumain, benannt nach König Ludwig II. von Bayern.
1888 Die Gemeinde Sennfeld zählt erstmals mehr als 1000 Einwohner.
1903 Eröffnung der Eisenbahnlinie Schweinfurt – Gerolzhofen am 23. November. Der Gemeinderat beschließt die Einrichtung der Ortsbeleuchtung und Lichtversorgung durch eine „elektrische Fernleitung mittels Hochspannung“ von den Cramer-Mühlen.
1909 Erbauung einer Wasserleitung links der Reichelshöfer Straße.
1914/18 Am Ersten Weltkrieg nehmen 342 Sennfelder teil. 59 von ihnen verlieren ihr Leben, 9 Kriegsteilnehmer gelten als vermisst, 112 werden verwundet.
1929 Erbauung eines evangelischen Kindergartens in der Gartenstraße.
1932 Erbauung der katholischen St.-Elisabeth-Kirche in der Kirchgasse.
1938/39 Errichtung eines neuen Volksschulgebäudes in der Gartenstraße 4.
1939/45 Im Zweiten Weltkrieg fallen 104 Einwohner Sennfelds, 38 gelten als vermisst.
1942 Die katholische Kirchengemeinde erhält eine eigene Pfarrei.
1944 Am 31. März fällt eine Luftmine auf den Plan und zerstört dort sechs Wohnhäuser, die evangelische Kirche, die alte Schule, das Pfarrhaus und das Rathaus. Das Dorf ist zu 60 bis 70 % zerstört.
1945 Am 12. April erfolgt die Übergabe Sennfelds an amerikanische Truppen.    
1949 Das neuerbaute evangelische Pfarrhaus wird am 6. November eingeweiht.
1950/51 Die katholische Pfarrgemeinde baut ein Pfarrhaus.
1951 Erbauung eines katholischen Kindergartens. Die Stadtwerke Schweinfurt richten eine ständige Omnibusverbindung mit Sennfeld ein.
1952/63 Die Ortskanalisation einschließlich einer Kläranlage wird in fünf Bauabschnitten erstellt.
1954 Einweihung eines Leichenhauses und eines Ehrendenkmales für die Gefallenen beider Weltkriege am 26. September auf dem Friedhof. Einweihung der neuen evangelischen Dreieinigkeitskirche am 7. November.
1954/55 Durchführung der Flurbereinigung auf den östlich des Dorfes liegenden Gemüsefeldern.
1956/57 Neubau eines katholischen Kindergartens.
1957 Beginn des Fabrikationsbetriebes der Grittowerke.
1958 Einweihung des neuen Rathauses am 26. Januar.  
1964 Am 15. November übernimmt Pfarrer Hans- Martin Pöschel das evangelisch-lutherische Pfarramt in Sennfeld. Er hat dieses Amt bis 1992 inne.
1971–73 Im Zuge der Gebietsreform wird eine Eingemeindung Sennfelds nach Schweinfurt heftig diskutiert und schließlich abgelehnt.
1972 Einweihung des Erweiterungsbaus der Verbandsschule Sennfeld-Schwebheim am 26. Februar. 
1973 Einweihung und feierliche Übergabe des neuen katholischen Pfarrzentrums.
1976 Feierliche Einweihung des neuen Hallenschwimmbades am 10. Januar. 
1986 Sennfeld schließt mit der zur Region Venetien gehörenden Gemeinde Meduna di Livenza eine Partnerschaft. Am 24. Oktober wird die neue Sport- und Mehrzweckhalle „Frankenhalle“ feierlich ihrer Bestimmung übergeben.
1989 Erweiterung des dritten Sennfelder Rathauses am Plan. 
1992 Einweihung des Gesundheitszentrums Sennfeld in Cochabamba in Bolivien.
1993 Das 80000 qm große Erholungsgelände der Firma SKF wird von der Gemeinde übernommen. 
1994 Die Gemeinde begeht mit mehreren Veranstaltungen ihr 900jähriges Jubiläum. Der „Plan“ vor dem Rathaus wird neu gestaltet.
1995 Die Kurzzeitpflegestation mit angeschlossener Sozialstation wird ihrer Bestimmung übergeben.
1996 Die Klage der Gemeinde gegen das GKS (Müllverbrennungsanlage) wird vom Verwaltungsgerichtshof in allen Punkten abgewiesen. 1996 Einweihung des neuen kath. Kindergartens in der „Flachsleite”.
1998 Aus der „Postfiliale" wird eine „Postagentur". Die Renaturierung des „Reichelshofer Grabens" läuft an. Altbürgermeister Manfred Knieß wird Ehrenbürger von Sennfeld. 
1999 Sennfeld begeht gemeinsam mit Gochsheim die „350-Jahr-Feier" zur Wiedererlangung der Reichsfreiheit. Ein neuer Gedenkstein soll auch künftige Generationen daran erinnern. Offizielle Vorstellung des „Biotopverbundes 2000".
2000 Errichtung der gemeindlichen Kompostierungsanlage „Am Prünkel”. Die erstmalige Errichtung eines (evangelischen) Kindergartens in Sennfeld vor 150 Jahren wird gefeiert.
2001 Nach aufwendiger Sanierung wird die ehemalige „Alte Schule" als „Vereins- und Kulturhaus" ihrer neuen Bestimmung übergeben. Der prachtvolle „Bürgersaal" bietet einen angemessenen Rahmen für gemeindliche Empfänge, Ehrenabende oder ähnlichem wie auch für kulturelle Veranstaltungen oder Tagungen und Seminare. Auch viele örtliche Vereine und das Gemeindearchiv finden Platz in dem Anwesen. Die Hauptschule erhält einen „Multi-Media-Raum", mit dem sie EDV-technisch auf dem neuesten Stand gebracht wird und den Schülern ein Unterrichtsangebot auf höchstem Niveau unterbreiten kann.
2002 Nach eingehenden und langwierigen Prüfungen und Beratungen beschließt der Gemeinderat die Attraktivierung und den Umbau des Hallenbads. Der Umbau läuft noch im gleichen Jahr an.