Betonglasfenster in der Friedhofskapelle
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Bereits beim
Eintritt in die großzügig gestaltete Friedhofskapelle
fällt unwillkürlich der erste Blick der Besucher auf
das die Stirnseite der Kapelle beherrschende Glasfenster.
Es ist von dem verstorbenen Künstler Gustl Kirchner
gestaltet und hat als Thema die bildliche Darstellung der
Vision des Sehers Johannes aus dem 21. Kapitel der
Offenbarung (V. 10 24; Kap. 22,1), das
Himmlische Jerusalem. Die sonst nur gedämpft
erhellte Kapelle erhält auf diese Weise ihr eigentliches
Licht, und das auch im übertragenen Sinn. Die Darstellung hält sich sehr dicht an die biblische Beschreibung. So beherrscht das Lamm (ein Hinweis auf Joh. 1,19 Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt) die Mitte des ganzen Bildes. Es trägt als Zeichen seines endgültigen Sieges über den Tod eine Fahne. Von dem Lamm geht das Licht des ganzen Bildes aus. Bei näherer Betrachtung erschließen sich auch die anderen Teile der Vision: Die Mauer der Stadt mit ihren zwölf Toren, die aus jeweils einer Perle bestehen; die Gassen der Stadt aus lauterem Gold, wie durchscheinendes Glas und der Strom des lebendigen Wassers als deutliches Sinnbild ewigen Lebens. Der Blick der versammelten Gemeinde fällt so unwiderstehlich auf das Licht des Himmlischen Jerusalems, auf ein Licht, das die Trauer aufhellen möchte. Im Angesicht des Todes will auf diese Weise Hoffnung und Zuversicht auf eine von Gottes Licht erfüllte Zukunft vermittelt werden. |